Vespa – Italien

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Italien S├╝d-Tirol (Juli 2021)

Erstmals ging es mit dem PKW und H├Ąnger, ├╝ber Bayern, Wolfratshausen (empfehlenswerter Landgasthof Auj├Ąger in der Pupplinger Au) und Murnau (sehr sch├Âner CP am Staffelsee), zum Ziel St. Peter im Tal, bei St. Ulrich. In der Hotelgarage, konnten wir die Vespas unterbringen.

Am 2. Tag, f├╝hrte uns die erste Tour zum Sellapass (2.240 m) und auf die Sellarunde, Passo Pordoi (2.239 m), Passo di Campolongo (1.875 m), sowie ├╝ber das Gr├Âdner Joch (2.121 m). Dieser Tag verlief viel ruhiger, als angenommen, da gar nicht so viele Motorr├Ąder und PKW unterwegs waren. Die wahren „Helden“, waren aber die tollk├╝hnen Bus- und die sportlichen Radfahrer. Durchtrainierte, schlanke Rennradfahrer, qu├Ąlten sich mit reiner Muskelkraft und starkem Willen, ├╝ber 20 km den Berg hoch und anschlie├čend auch noch um die Sellagruppe herum.

Der Ausblick auf die Dolomiten war atemberaubend sch├Ân. Die reine Fahrt war nicht allein das Vergn├╝gen, sondern auch die Einkehr in die gastfreundlichen Restaurants am Wegesrand. Manchmal reichte im Innehalten auch ein aromatischer Espresso. Besonders auf der Fahrt nach Cortina d┬┤Ampezzo, mussten wir halten und die Landschaft in uns aufsaugen.

Zur anderen Seite, viel tiefer gelegen, ging es nach Kastelruth/Castelrotto. Ja, dahin, wo die „Kastelruther Spatzen“ herkommen. Gerade dieser, sehr sch├Ân gelegene Ort, mit einer sehenswerten Altstadt, gewann unsere Aufmerksamkeit. Er ist relativ ├╝berschaubar, sch├Ân ruhig und liegt nicht an einer total belasteten „Touristenstra├če“, wie St. Ulrich.

Die vielf├Ąltigen Tourenm├Âglichkeiten in S├╝d-Tirol waren faszinierend und wurden von uns genutzt. Die sch├Ânsten und eindrucksvollsten Touren sind aber die, die „planlos“ liefen, wie diese, ├╝ber 140 km: Start in St. Peter im Tal (995 m), bergauf nach Lajen/Laion und dann wieder runter bis Klausen, Brixen, in Richtung L├╝sen/Plose, rechts auf eine atemberaubend sch├Âne, kleine Stra├če ├╝ber Albeins, St. Georg, Kopfel Joch (1.863 m), W├╝rzjochhaus, W├╝rzjoch (2.003 m), Bad Valander, St. Martin, Stern La Villa, Corvana, Gr├Âdner Joch, Wolkenstein, St. Ulrich. Auf den letzten Kilometern, genau vor dem Joch, fing es an zu regnen. Nach kurzer Pause unter einer Br├╝cke, ging es im Nebel und auf nasser Stra├če, hoch zum Joch und runter ins Tal.

Diese Fahrt bleibt gewiss in unserer Erinnerung. Es gab, entlang der Plose, sehr wenig Verkehr und eine gastliche Einkehrm├Âglichkeit im W├╝rzjochhaus. Der Blick auf den Peitlerkofel (2.875 m) und sp├Ąter auf die Zehner Spitze (3.026 m), haben uns immer wieder beeindruckt.

Schade, dass wir die andere Seite des Eisacktals nicht befahren konnten. Diese Routen sparen wir uns f├╝r kommende Jahre auf.

Italien-Kalabrien-Tropea (September 2016)

Unsere Touren beschr├Ąnkten uns in diesem Urlaub┬áauf Kalabrien, genau, auf die Gegend um Tropea, die „Sch├Âne“. Unsere Anreise erfolgte┬ámit dem Flugzeug, sodass wir vor Ort, mangels Angebot an Vespas,┬áeine Piaggio Liberty 125 ccm mieteten.dscf1386 Unser Interesse f├╝r die Reise,┬áwurde durch ein kleines, lesenswertes B├╝chlein geweckt: „Ragazza motorizzata“, vom traveldiary.de Reiseliteratur-Verlag. Dort berichtet eine junge Frau aus Deutschland (Mecklenburg-Vorpommern), von ihrer 14 -w├Âchigen Reise um Italien. Sie legte die gesamte Strecke auf einer 50er Piaggio ZIPP zur├╝ck! Pro Tag zahlten wir f├╝r unsere gemietete Liberty 35 ÔéČ und fuhren, bei 32 Grad im Schatten, die K├╝ste nach Norden in Richtung Pizzo und nach S├╝den, bis S. Domenica┬áCapo Vaticano, Ricardi und in die Berge (bis 700 m) ├╝ber Zungri (im bergigen Hinterland ├╝ber 600 m), durch Olivenhaine und an b├Ąuerlichen Kleinbetrieben vorbei.

Im kleinen Ort Joppolo, fanden wir ein kleines, ├Ąu├čerst interessantes Restaurant mit regionalen Spezialit├Ąten (auch Steinpilze, Lakritzlik├Âr). 20160913_162452 Der einmalige Strand „Mare Piccolo“ liegt 50 m senkrecht┬á unterhalb der hoch aufragenden Stadt. Diese wurde 1783 von einem Erdbeben zerst├Ârt und nach Pl├Ąnen des Architekten Ermenegildo Sintes, (Neapel), wieder aufgebaut. In einem dieser „neuen“ Palazzi“, haben wir 2 Wochen gewohnt. Von der Dachterrasse sieht man den aktiven Vulkan Stromboli und auch die weiteren Liparischen Inseln. Abends flanieren die Touristen und Einwohner auf dem geraden, bunt beleuchteten CorsoVittorio Emanuele II, hoch und runter. Dort zeigen die Damen die aktuelle Mode, Familien pr├Ąsentieren die Familie mit Kindern Oma und Opa und verliebte Paare bleiben in den gerade angesagten Cocktailbars bis tief in die Nacht. In Pizzo, ca. 30 km, ┬án├Ârdlich von Tropea, wurde das Eis „Tartuffo“, Vanille oder Schokoladeneis mit einer F├╝llung aus fl├╝ssiger Schokolade mit einem Mantel aus Pistazien erfunden. Das ist ein s├╝├čer Genuss und schon allein eine Reise in das noch unentdeckte Kalabrien wert! Tipps zur Unterbringung, Restaurants, Sprachkurse finden Sie bei: www.calabria-magica.com

Deutschland – ├ľsterreich – Italien (Mai/Juni 2015) Streckenverlauf, ca. 2.850 km: Berlin-Potsdam-Leipzig-Hof-Pegnitz -M├╝nchen-Brenner-Feldturns-St.Ulrich/Sella-Pass-Bozen-Gardasee/Malcesine-Monte Baldo-Lago di Tenno/Riva-Brixen-Toblach-Zell am See (Vespa Alp Days 2015)-Gro├č Glockner Stra├če-Lofer-K├Âssen-Rosenheim-Miesbach-Schliersee-Tegernsee-Bad T├Âlz-WolfratshKati 20150530_192648ausen/Pupplingen-Augsburg-Eichst├Ątt-Franken/Schwarzenbach am Wald-Berlin. Im Mai 2015 starteten wir mit unseren Vespas ab Berlin und planten t├Ąglich ca. 250 km zu fahren. Mit Gep├Ąck, aber nicht schwer beladen, fanden wir ein „Wetterloch“. Um das eigentlichen Fahrziel „Alpen“ schnell zu erreichen, fuhren wir die ersten 800 km ├╝ber die Autobahn. Der Fahrspa├č hielt sich dabei in Grenzen, da es nicht so prickelnd ist, die grunds├Ątzlich viel zu schnell fahrenden LKW im R├╝cken oder neben sich zu haben. Unsere Vespas fahren zwar ├╝ber 100 km/Std. k├Ânnen so aber nicht im Dauerbetrieb genutzt werden. Das┬áFahren an der Leistungsgrenze, halten diese Motoren nicht aus. Alle 220 km muss getankt werden, sodass diese Zwangspausen auch etwas Gutes haben. Unsere erste ├ťbernachtung hatten wir nach ca. 390 km in Franken bei Pegnitz┬áund schliefen preisg├╝nstig, aber im Einrichtungsscharm der 70er Jahre. Nach dem Fr├╝hst├╝ck packten wir unsere Sachen (zwei wasserdichte Rollenpacks├Ącke, ein Rucksack f├╝r vorn, zwischen den Beinen und das Zelt unter dem Sitz) und fuhren in Richtung M├╝nchen. Schnell ging es zum Brenner hinauf, entlang der Staus und bei gutem Wetter. Da wir in Italien mit der 125er Vespa nicht die Autobahn nutzen d├╝rfen, fing die eigentliche Tour erst hier und auf der alten Brennerstra├če an. Der erste Espresso brachte uns das Urlaubsgef├╝hl, was wir suchen. Mit bed├Ąchtigen 60-80 km/Std. fuhren wir in Richtung Brixen und ├╝bernachteten im 4-Sterne-Hotel bei Taubers Unterwirt. Nach einem Tag Pause, starteten wir zu Zweit auf einer Vespa und auch mit beiden, zur Tour in den Monte Baldo und zum Lago di Tenno. Als Vespa Fahrer fallen wir ├╝berall auf und werden bestaunt und gefragt, ob wir auch wirklich per Vespa von Berlin aus gereist sind. Nat├╝rlich, deshalb sind wir ja auf Reisen und genie├čen das fantastische Fahrgef├╝hl. Nach einer Woche Gardasee, mit Standplatz in Malcesine, geht es zu den „Alp Days“ nach Zell am See/├ľsterreich.┬áKatrin fand im Internet zuf├Ąllig heraus, das sich dort die Vespa-Freunde Europas treffen. Also schn├╝rten wir unsere Sachen und brausten 400 km nach Nord/Osten. Schon beim Zeltaufbau, auf einem kleinen CP, sahen wir die ersten Vespa Fahrer aus Belgien, die┬á mit einem kleinen Anh├Ąnger ankamen. Ein Tag beim Fest, mit Besichtigung der unendlich vielen Vespas, reichte uns. Die weiteren Tage planten wir individuell und fuhren u. a. auf die Gro├č-Glockner-Stra├če, auf 2.471 m H├Âhe.20150603_173209 (2) Nach den sch├Ânen Tage in Austria, ging es ├╝ber K├Âsen, Rosenheim, Miesbach zum Schliersee (├ťbernachtung auf dem CP, Tegernsee, zur sch├Ânen und wilden Isar, bei Pupplingen (bei Wolfratshausen). Der dortige Biergarten lud uns auch gleich zur ├ťbernachtung ein. ├ťber Augsburg und das Altm├╝hltal, fuhren wir dann zur├╝ck nach Berlin.