Wohnmobil

Schweiz

Wir mussten auf den ADRIA Twin 600 SP fast 11 Monate warten! Am 8. September 2017 ging es dann aber mit dem Wohnmobil los. ├ťber M├╝nchen, Hochstadt/Allg├Ąu, Lindau/Bodensee, f├╝hrte uns die Reiseroute in die Schweiz.

 

Gleich nach dem Grenz├╝bertritt fiel uns auf, dass dieses Land so aufger├Ąumt, sauber, fast klinisch rein wirkte. Selbst in den kleinen D├Ârfern gibt es Bahnverbindungen, sodass die Menschen auch ohne Auto zur Arbeit fahren k├Ânnen. Das ist vorbildlich. In Appenzell wird der ber├╝hmte, w├╝rzige, gleichnamige K├Ąse hergestellt. Hier besuchten wir einen Pfarrer, der seit 10 Jahren im Land lebt und urspr├╝nglich aus Ostwestfalen kommt. Er empfing uns mit einem duftenden Kaffee. Wir plauderten ├╝ber unsere gemeinsame westf├Ąlische Heimat, ├╝ber Westf├Ąlischen Pickert, das Leben allgemein und besonders ├╝ber die Menschen und die Erfahrungen in Helvetia.

├ťber Wattwil steuerten wir unseren ersten CP in Sisikon/Vierwaldst├Ąttersee, mit direktem Blick auf das Wasser an. Abends gab es Wildspezialit├Ąten im kleinen, guten Restaurat vor Ort. ├ťber Andermatt, nur auf Landstrassen, durchquerten wir die Berge, zum Furkapass. Hinauf auf 2.336 m, ├╝ber unz├Ąhlige Serpentinen, Regen, Wind, Schneefall, Nebel …, fuhr ich ├╝ber meinen ersten Pass ├╝ber 2.000 m. Ehrlich gesagt, war ich froh, als es wieder bergab ging. Unser Tagesziel war Zermatt. Wenigstens ein Mal im Leben, wollte ich das Matterhorn life sehen. Auf dem CP in T├Ąsch fanden wir einen passenden Standplatz. Nur 6 km entfernt, bergauf und f├╝r den PKW-Verkehr gesperrt, lag unser Ziel. Nat├╝rlich versuchten wir noch nachmittags hinzukommen. Mit den Moutainbikes radelten wir los und kamen in den, am Dorf(Stadt)rand, nach Zermatt. Um das Matterhorn sehen zu k├Ânnen, mussten wir quer durch das touristische Zentrum, bis zum s├╝dlichen Rand laufen. Die dortigen sch├Ânen alten Holzh├Ąuser, beruhigten unsere Augen und wir konnten die Sonne genie├čen und uns etwas ausruhen.

Immerhin hatten wir dieses Ziel erreicht. Nach einer sehr k├╝hlen Nacht, auf ca. 1600 m, ging es dann weiter, ├╝ber Sitten, Martigny, Fays, nach Chamonix-Mont-Blanc.

Frankreich

In Saint-Gervais-les-Bains pausierten wir und kauften im Supermarch├ę gro├č ein. ├ťber Albertville, ging es in Richtung S├╝den. Auf einer Autobahnrasst├Ątte bei Grenobel, hatten wir ein Erlebnis der besonderen Art. Es gab nur 2 Angestellte, Selbstbedienung total, nur in Folien und Plastik verpackte, nicht frische Lebensmittel und Getr├Ąnke. Das war echt „unfranz├Âsisch“ und ungem├╝tlich. Was die wohl t├Ąglich an Abfall produzieren? ├ťber Valence ging es weiter an die Ardeche. Auf einem CP in Vallon-Pont-d┬┤Arc blieben wir einige Tage, fuhren mit dem Kajak 32 km den Fluss hinunter und genossen die kleinen Restaurants im Ort. Unser Verlangen nach einen „Suze“, erzeugte beim Barkeeper Gel├Ąchter. Diesen bitteren Aperetif, h├Ątte seit 2 Jahren niemend mehr bestellt. Wir erhielten das bestellte Getr├Ąnk. Es schmeckte wunderbar und erinnerte an den ersten Aufenthalt.Von dort fuhren wir in den kleinen Ort Berias, am Chassesac, um einen Freund zu besuchen. Der Ort besteht aus wenigen, grauen Natursteinh├Ąusern und wirkt verlassen, wenn nicht das einzige Caf├ę ge├Âffnet h├Ątte. ├ťber Landstra├čen, kamen wir nach Montepellier, Perpignan und bogen dann nach Westen in Richtung Atlantik ab. ├ťber uns noch unbekannte Landstriche, fuhren wir entlang der Pyren├Ąen bis nach Tarscon s-Ariege, fast bei Andorra. Schade, dass wir hier nur auf der Durchreise waren. Es lohnt sich sicherlich, dieses Gebiet von Fr├╝hjahr bis Herbst zu durchwandern. ├ťber Foix, Pau, kamen wir nach Bayonne, dem sch├Ânsten Teil unserer diesj├Ąhrigen Frankreichtour.

In Ondres Plage, fanden wir den richtigen, strandnahen CP. Wir konnten zu Fu├č zum Strand gehen, uns im Caf├ę niederlassen und mit dem Mountainbike nach Biarritz und Bayonne fahren. In der Stadt fanden wir nicht nur eine sehenswerte Innenstadt, sondern auch die Markthalle, mit einem ├╝berschwenglichen Angebot an Meeresfr├╝chten und mit dem Bayonnen-Schinken. An der kilometerlangen K├╝ste, beobachteten wir die Wellenreiter. Das Donnern des Wassers, war auch noch auf dem CP zu h├Âren.

Nach vier Tagen, fuhren wir nun weiter nach Norden und ├╝bernachteten s├╝dlich der Dune du Pilat, einer 125 m hohen, riesigen Wanderd├╝ne. In der Nachsaison fanden wir eine gewisse Ruhe und konnten den Ausblick auf das Meer genie├čen. Weiter ging es zum Bassin D┬┤Arcachon, wo wir die R├Ąder nutzten, um die sch├Âne Stadt zu besichtigen und die weltbekannten Austern zu genie├čen. ├ťber Andernos les Bains, ging es dann zum Grand Crohot Oc├ęan, auf einen ruhigen, direkt hinter den D├╝nen gelegenen WoMoplatz. Morgens liefen wir gleich an den Strand und konnten eine Kindergruppe beim Wellenreiten beobachten. Die Jungen und M├Ądchen waren so motiviert und mit Begeisterung dabei, dass wir kurz davor waren, auch uns ein Brett zu kaufen.

Weiter ging es nach Bordeaux, wo wir die Stadt mit dem Mountainbike erkundeten und flott ├╝ber Pl├Ątze und am Ufer der Garonne entlang fuhren. In den ruhigen Gassen tranken wir Kaffee und wollten dann doch weiter und nicht in der Stadt ├╝bernachten. Unser Ziel war die westlich, im Inland gelegene Dordogne, bei Bergerac.

 

 

S├╝d-Tirol

Ab Feldturns bei Brixen, kann man die Dolomiten┬áleicht erreichen und bei ausgedehnten Wanderungen┬ákennenlernen. Das Essen ist sehr gut und eine Mischung aus ├Âsterreichischer und italienischer K├╝che. Allein der Gaumenschmaus und der gute Wein, sind eine Reise wert. ┬á

 

Griechenland

Auf Chalkidiki fanden wir drei sehr verschiedene Halbinseln. Der Berg Athos ist vielen bekannt. Pro Tag, darf diese Halbinsel von max. 6 Besuchern betreten und besucht werden. Als Alternative empfiehlt sich eine Schiffstour entlang der K├╝ste.

20140605_141046

Die Halbinsel Kassandra erkundeten wir mit dem Auto┬áund waren anschlie├čend froh, dass wir uns dort nur einen Tag aufgehalten hatten. Dort findet der Besucher ├╝berwiegend Pauschaltourismus und die damit verbundenen Angebote.

Unser mittlerer Finger „Sithonia“, war zwar auch touristisch belebt, aber viel ruhiger, individueller┬áund weniger besucht. Dort besuchten wir regionale M├Ąrkte, konnten in Ruhe┬áeinkaufen gehen und die K├╝che der kleinen, von Einwohnern frequentierten Tavernen, kennenlernen.

Griechenland 2014 094